Der Amiga 500 war mehr als nur ein Computer – er war ein Kultobjekt der späten 1980er und frühen 1990er Jahre. Mit seiner beeindruckenden Grafik- und Soundleistung setzte er neue Maßstäbe für Heimcomputer und prägte eine ganze Generation von Computerfans und Gamern.
🖥️ Technische Highlights
- Erscheinungsjahr: 1987, vorgestellt auf der CeBIT
- Hersteller: Commodore International
- Prozessor: Motorola 68000 mit 7,09 MHz (PAL)
- Arbeitsspeicher: 512 KB (erweiterbar auf bis zu 9 MB)
- Grafik: Bis zu 640×256 Pixel bei 4096 Farben (OCS-Chipsatz)
- Sound: 4-Kanal 8-Bit PCM-Stereo
- Betriebssystem: AmigaOS 1.2 bzw. 1.3
🎮 Der Spielekönig seiner Zeit
Der Amiga 500 war besonders bei Privatanwendern beliebt – vor allem wegen seiner überragenden Fähigkeiten als Spieleplattform. Titel wie Shadow of the Beast, Turrican, The Secret of Monkey Island oder Lemmings nutzten die Grafik- und Soundfähigkeiten des Rechners voll aus und machten ihn zur ersten Wahl für Gamer.
🧠 Innovation unter der Haube
Was den Amiga 500 besonders machte, war sein Custom-Chipset: Die Chips Denise (Grafik), Paula (Sound) und Agnus (DMA und Speicherverwaltung) arbeiteten Hand in Hand mit dem Hauptprozessor und ermöglichten Features wie präemptives Multitasking, was selbst viele PCs jener Zeit nicht beherrschten.
🧰 Erweiterbarkeit und Nachfolger
Obwohl der A500 kein Tower-Gehäuse hatte, konnte er über seitliche Erweiterungsports aufgerüstet werden – etwa mit dem A590-Festplattenlaufwerk oder Speichererweiterungen. 1991 erschien der Amiga 500 Plus, mit 1 MB RAM und dem verbesserten ECS-Chipsatz sowie Kickstart 2.04.
🧡 Vermächtnis
Der Amiga 500 war der meistverkaufte Amiga aller Zeiten und ein Symbol für kreative Freiheit, technische Raffinesse und Spielspaß. Er beeinflusste nicht nur die Spieleentwicklung, sondern auch Musikproduktion, Grafikdesign und Demoszene – und lebt bis heute in Retro-Communities weiter.
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