Phishing erkennen: So entlarvst du gefälschte E-Mails

1. Absender prüfen

  • Domain vergleichen: Offizielle E-Mails kommen von der echten Domain des Unternehmens (z. B. @sparkasse.de). Phishing-Mails nutzen oft ähnlich aussehende Domains wie @sparkasse-security.com.
  • Absenderadresse vollständig anzeigen: Manche Programme zeigen nur den Namen, nicht die echte Adresse. Immer die komplette Adresse prüfen.

2. Sprache und Schreibstil

  • Grammatik und Rechtschreibung: Phishing-Mails enthalten häufig Fehler oder wirken holprig übersetzt.
  • Fremdsprache: Wenn du normalerweise deutsche Kommunikation erwartest, ist eine englische oder französische Mail verdächtig.
  • Tonfall: Seriöse Anbieter schreiben sachlich, nicht übertrieben dringlich.

3. Anrede und Personalisierung

  • Persönliche Ansprache: Banken, Behörden oder Shops nennen dich mit deinem Namen.
  • Allgemeine Formulierungen: „Sehr geehrter Kunde“ oder „Lieber Nutzer“ sind ein Warnsignal.

4. Links und Anhänge

  • Links überprüfen: Mit der Maus über den Link fahren, ohne zu klicken. Stimmt die URL mit der offiziellen Domain überein?
  • Anhänge misstrauisch behandeln: Besonders bei unbekannten Dateiformaten (z. B. .exe, .cab, .zip). Seriöse Anbieter verschicken selten unerwartete Anhänge.

5. Inhaltliche Merkmale

  • Dringlichkeit: Phishing-Mails setzen dich unter Druck („Ihr Konto wird gesperrt, wenn…“). Seriöse Anbieter geben dir Zeit und bieten alternative Kontaktwege.
  • Ungewöhnliche Forderungen: Zahlungsaufforderungen oder Eingabe sensibler Daten per Mail sind verdächtig.
  • Logos und Design: Betrüger kopieren oft Logos, aber kleine Unterschiede (unscharf, falsch platziert) verraten sie.

6. Technische Sicherheit

  • E-Mail-Provider prüfen: Nutze Tools wie den BSI E-Mail-Checker, um sicherzustellen, dass dein Anbieter moderne Verschlüsselung und Authentifizierung unterstützt.
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren: So schützt du deine Accounts zusätzlich, selbst wenn Daten abgegriffen werden.

7. Verhalten im Verdachtsfall

  • Nicht antworten, nicht klicken, nicht öffnen.
  • Direkt beim Anbieter nachfragen: Aber niemals über die verdächtige Mail antworten – stattdessen über die offizielle Website oder Hotline.
  • E-Mail löschen und Absender sperren.

🚀 Fazit

Eine sichere E-Mail erkennst du daran, dass sie korrekt formuliert, von einer offiziellen Domain, ohne verdächtige Links oder Anhänge und mit persönlicher Ansprache kommt. Phishing-Mails verraten sich durch Fehler, Dringlichkeit, falsche Absender und unklare Forderungen.


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