Die Open-Source-Community bleibt auch Ende 2025 ein zentraler Motor für digitale Innovation und Unabhängigkeit. Ob in der öffentlichen Verwaltung, im Bereich Künstliche Intelligenz oder bei praktischen Anwendungen für Unternehmen und Privatpersonen – die jüngsten Nachrichten zeigen, wie stark quelloffene Software inzwischen unsere digitale Landschaft prägt und verändert.
Schleswig-Holstein spart Millionen durch Open Source
Das Bundesland Schleswig-Holstein hat einen bemerkenswerten Schritt vollzogen: Die Verwaltung verabschiedet sich von Microsoft-Produkten und setzt konsequent auf freie Software. Allein im kommenden Jahr spart das Land über 15 Millionen Euro an Lizenzkosten, da die Arbeitsplätze zunehmend mit LibreOffice und anderen Open-Source-Lösungen ausgestattet werden. Diese Entscheidung stärkt nicht nur die digitale Souveränität, sondern zeigt auch, dass Open Source ein wirtschaftlicher Gewinn sein kann
Berlin beschließt eine Open-Source-Strategie
Auch die Hauptstadt setzt auf Offenheit: Der Berliner Senat hat eine umfassende Open-Source-Strategie verabschiedet. Ziel ist es, eine offene IT-Landschaft aufzubauen, die Verwaltung unabhängiger von proprietären Anbietern zu machen und digitale Services für Bürgerinnen und Bürger transparenter zu gestalten. Damit wird Open Source nicht nur als Technologie, sondern als Hebel für Effizienz und Nachhaltigkeit verstanden
Neue Sicherheitslösungen von Adfinis
Der Schweizer IT-Dienstleister Adfinis hat mit Openbao, einem Open-Source-System für Secrets- und Verschlüsselungsmanagement, eine Suite vorgestellt, die Organisationen beim sicheren Umgang mit Passwörtern, API-Tokens und Zertifikaten unterstützt. Das Besondere: Die Lösung ist frei von Vendor-Lock-in und wird von der Linux Foundation sowie der OpenSSF betreut. Damit entsteht eine transparente Alternative zu proprietären Passwort- und Sicherheitsmanagern
China holt im KI-Rennen auf
Ein weiterer Trend zeigt sich im Bereich Künstliche Intelligenz: Chinesische Open-Source-Modelle haben ihren Marktanteil 2025 auf bis zu 30 Prozent gesteigert. Modelle wie Deepseek und Qwen gehören inzwischen zu den weltweit meistgenutzten KI-Systemen. Damit wird deutlich, dass Open Source auch im globalen Wettbewerb um KI-Technologien eine entscheidende Rolle spielt
Open-Source-Apps für den Alltag
Neben großen politischen und wirtschaftlichen Projekten entstehen auch praktische Anwendungen für den Alltag. Mit Tools wie Actual Budget können Nutzer ihre Finanzen verwalten, ohne sensible Daten an Drittanbieter weiterzugeben. Solche Apps zeigen, dass Open Source nicht nur für Unternehmen und Behörden relevant ist, sondern auch für Privatpersonen, die Wert auf Transparenz und Datenschutz legen
Fazit: Die aktuellen Entwicklungen verdeutlichen, dass Open Source längst kein Nischenthema mehr ist. Von staatlichen Strategien über Sicherheitslösungen bis hin zu KI und Alltags-Apps – offene Software stärkt Unabhängigkeit, senkt Kosten und fördert Innovation. Damit wird Open Source zu einem entscheidenden Baustein für die digitale Zukunft.
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