VPN unter Linux

🔐 Sicher und anonym im Netz

Ein VPN (Virtual Private Network) ermöglicht eine verschlüsselte Verbindung zu einem entfernten Netzwerk und schützt deine Daten vor neugierigen Blicken. Unter Linux gibt es verschiedene Möglichkeiten, ein VPN einzurichten – sowohl grafisch als auch über das Terminal.

🧭 Warum ein VPN?

  • Sicherheit: Verschlüsselung schützt vor Datenklau in öffentlichen Netzwerken.
  • Privatsphäre: Deine IP-Adresse wird verschleiert.
  • Zugriff: Ermöglicht Zugriff auf interne Netzwerke oder geografisch eingeschränkte Inhalte.

🛠️ VPN-Typen unter Linux

VPN-TypBeschreibungTools/Protokolle
OpenVPNSehr verbreitet, sicheropenvpnnetwork-manager-openvpn
WireGuardModern, schnell, effizientwireguardwg-quick
IPsec / L2TPOft in UnternehmensnetzwerkenstrongSwanxl2tpd
PPTPVeraltet, unsicherNicht empfohlen

📦 Installation (Beispiel: OpenVPN)

sudo apt update
sudo apt install openvpn network-manager-openvpn

Für WireGuard:

sudo apt install wireguard

🔐 Verbindung herstellen

OpenVPN (mit .ovpn Datei)

sudo openvpn --config mein_vpn.ovpn

Oder über die grafische Oberfläche:

  • „Netzwerk“ → „VPN hinzufügen“ → „OpenVPN“ → .ovpn Datei importieren

WireGuard

Konfigurationsdatei erstellen unter /etc/wireguard/wg0.conf:

[Interface]
PrivateKey = <dein privater Schlüssel>
Address = 10.0.0.2/24

[Peer]
PublicKey = <öffentlicher Schlüssel des Servers>
Endpoint = vpn.example.com:51820
AllowedIPs = 0.0.0.0/0

Starten mit:

sudo wg-quick up wg0

Beenden mit:

sudo wg-quick down wg0

🧪 Status prüfen

ip a                 # Zeigt VPN-Schnittstellen
ping 10.0.0.1        # Testet Verbindung zum VPN-Server
wg show              # Zeigt WireGuard-Status

📚 Fazit

VPNs unter Linux sind leistungsfähig und flexibel. Ob du OpenVPN, WireGuard oder andere Protokolle nutzt – mit den richtigen Tools kannst du deine Verbindung sicher und anonym gestalten.


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