Der Commodore 64, kurz C64, ist einer der bekanntesten und meistverkauften Heimcomputer der Geschichte. Mit über 17 Millionen verkauften Einheiten gilt er als Symbol der Heimcomputer-Revolution der 1980er Jahre. Der C64 war besonders bei Hobbyprogrammierern, Schülern und Videospiel-Fans beliebt und prägte eine ganze Generation von Computeranwendern.
Technische Daten:
- Prozessor: MOS Technology 6510 (8-Bit, 1 MHz)
- RAM: 64 KB (daher der Name „64“)
- Grafik: VIC-II Grafikchip, 16 Farben, Sprites, Hardware-Scrolling
- Sound: SID-Chip (Sound Interface Device), 3 Kanäle – revolutionär für die Zeit
- Speichermedien: Datasette (Kassette), Diskettenlaufwerk (z. B. 1541), Modulsteckplatz
- Anschlüsse: Joystick-Ports, User-Port, serieller Bus, TV-Ausgang
Besonderheiten:
- Große Softwarebibliothek: Tausende Spiele, Anwendungen und Lernprogramme
- Programmierbarkeit: BASIC war direkt beim Start verfügbar, viele Nutzer lernten Programmieren auf dem C64
- Musik und Demoszene: Der SID-Chip machte den C64 zu einem Kultgerät in der Musik- und Demoszene
- Erweiterbarkeit: Zahlreiche Hardware-Erweiterungen wie Drucker, Modems, Speichererweiterungen
Typische Anwendungen:
- **Videospiele (z. B. „The Last Ninja“, „International Karate“, „Giana Sisters“)
- Textverarbeitung und Tabellenkalkulation
- Programmierübungen in BASIC und Assembler
- Musikproduktion und Demos
Relevanz:
Der C64 war ein Meilenstein in der Geschichte der Heimcomputer und beeinflusste die Entwicklung der Computerindustrie nachhaltig. Er gilt heute als Kultobjekt und wird von Retro-Fans, Sammlern und Emulator-Projekten weiterhin gepflegt und genutzt.
Trivia:
- Der C64 wurde auch als „Brotkasten“ bezeichnet – wegen seines charakteristischen Gehäuses.
- Es existieren moderne Nachbauten wie „THEC64“ mit HDMI und USB.
- Viele Spiele und Programme sind heute als Freeware oder über Emulatoren verfügbar.
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