🧠 Definition und Funktion
- DNS steht für „Domain Name System“ – ein hierarchisch organisiertes System zur Namensauflösung im Internet.
- DNS-Server speichern und verwalten Zuordnungen zwischen Domainnamen und IP-Adressen.
- Wenn ein Nutzer eine Webadresse eingibt, fragt sein Gerät einen DNS-Resolver, der die passende IP-Adresse ermittelt und die Verbindung zur Website herstellt.
🏗️ Aufbau und Typen von DNS-Servern
Das DNS-System ist hierarchisch organisiert und besteht aus mehreren Servertypen:
- Root-Nameserver: Startpunkt jeder DNS-Abfrage; verweist auf TLD-Server.
- TLD-Nameserver: Zuständig für Domains wie .com, .de, .org.
- Authoritative Nameserver: Enthält die endgültige IP-Adresse für eine bestimmte Domain.
- Rekursiver DNS-Resolver: Fragt andere Server ab, um die IP-Adresse zu finden.
- Caching-Nameserver: Speichert kürzlich abgefragte Adressen zur schnelleren Wiederverwendung.
📖 Historischer Hintergrund
- Das DNS wurde 1983 von Paul Mockapetris entwickelt, um das wachsende Internet effizienter zu machen.
- Vorher wurden alle Namenszuordnungen in einer zentralen Datei („hosts“) gepflegt – ein unpraktisches und nicht skalierbares System.
🔐 Sicherheit und Erweiterungen
- DNS ist anfällig für Manipulationen wie „DNS-Spoofing“.
- Erweiterungen wie DNSSEC (Domain Name System Security Extensions) sorgen für mehr Sicherheit durch kryptografische Validierung.
- Moderne DNS-Systeme unterstützen auch IDN (Internationalized Domain Names), also Domainnamen in verschiedenen Schriftsystemen.
📚 Beispielhafte Anwendung
Wenn du „example.com“ in deinen Browser eingibst:
- Dein Gerät fragt den DNS-Resolver.
- Der Resolver prüft seinen Cache.
- Falls kein Treffer, fragt er den Root-Server → TLD-Server → autoritativen Server.
- Die IP-Adresse wird zurückgegeben und die Website geladen.
Fazit: DNS-Server sind das Rückgrat der modernen Internetkommunikation. Sie ermöglichen eine benutzerfreundliche Navigation im Web und sorgen für die schnelle, zuverlässige und sichere Zuordnung von Namen zu Adressen.
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