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TCP Netzwerkprotokoll

TCP ist eines der zentralen Protokolle der Internetprotokollfamilie (TCP/IP) und ermöglicht eine zuverlässige, verbindungsorientierte Datenübertragung zwischen Computern in einem Netzwerk. Es sorgt dafür, dass Datenpakete korrekt und in der richtigen Reihenfolge beim Empfänger ankommen, auch wenn sie über unterschiedliche Wege durch das Netzwerk geleitet werden.


Funktionen:

  • Verbindungsorientiert: Vor dem Datenaustausch wird eine Verbindung zwischen Sender und Empfänger aufgebaut (sogenannter „Three-Way Handshake“).
  • Zuverlässigkeit: TCP garantiert die korrekte Zustellung der Daten durch Bestätigungen (ACKs) und Wiederholungen bei Paketverlust.
  • Flusskontrolle: TCP reguliert die Datenmenge, die gesendet wird, um Überlastungen zu vermeiden.
  • Staukontrolle: TCP erkennt Netzwerküberlastungen und passt die Übertragungsrate dynamisch an.
  • Segmentierung und Wiederzusammenfügung: Große Datenmengen werden in kleinere Pakete (Segmente) aufgeteilt und beim Empfänger wieder zusammengesetzt.

Typische Anwendungen:

  • Webzugriffe (HTTP/HTTPS)
  • E-Mail (SMTP, IMAP, POP3)
  • Dateiübertragungen (FTP)
  • Fernzugriff (SSH, Telnet)

Unterschied zu UDP:
Im Gegensatz zum User Datagram Protocol (UDP) ist TCP langsamer, aber zuverlässiger. UDP verzichtet auf Verbindungsaufbau und Fehlerkorrektur, was es für Echtzeitanwendungen wie Videostreaming oder Online-Gaming geeignet macht.


Relevanz:
TCP ist ein Grundpfeiler des modernen Internets und wird in nahezu allen Anwendungen eingesetzt, bei denen Datenintegrität und Zuverlässigkeit entscheidend sind.


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