UDP ist ein verbindungsloses Transportprotokoll innerhalb der Internetprotokollfamilie (TCP/IP). Es ermöglicht den schnellen Versand von Datenpaketen (Datagrammen) zwischen Computern, ohne vorher eine Verbindung aufzubauen oder die Zustellung zu garantieren. UDP ist besonders geeignet für Anwendungen, bei denen Geschwindigkeit wichtiger ist als Zuverlässigkeit.
Funktionen:
- Verbindungslos: Es wird keine feste Verbindung zwischen Sender und Empfänger aufgebaut.
- Keine Garantie für Zustellung: UDP bietet keine Mechanismen zur Fehlerkorrektur, Paketwiederholung oder Reihenfolgeerhaltung.
- Geringer Overhead: Da keine Verbindungsverwaltung erfolgt, ist UDP ressourcenschonend und schnell.
- Multicast-Unterstützung: UDP eignet sich gut für die Übertragung an mehrere Empfänger gleichzeitig.
Typische Anwendungen:
- Streaming (Audio/Video)
- Online-Gaming
- VoIP (Voice over IP)
- DNS-Anfragen (Domain Name System)
- SNMP (Simple Network Management Protocol)
Unterschied zu TCP:
Im Gegensatz zu TCP verzichtet UDP auf Zuverlässigkeit und Reihenfolgegarantie, was es für zeitkritische Anwendungen ideal macht. TCP hingegen ist langsamer, aber zuverlässiger und verbindungsorientiert.
Relevanz:
UDP ist ein essenzielles Protokoll für Echtzeitanwendungen, bei denen eine schnelle Datenübertragung wichtiger ist als die vollständige und korrekte Zustellung jedes einzelnen Pakets.
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