Der Befehl pwd (kurz für print working directory) gibt den vollständigen, absoluten Pfad des aktuellen Arbeitsverzeichnisses im Terminal aus. Er ist in nahezu allen Unix-ähnlichen Systemen wie Linux und macOS verfügbar und sowohl als Shell-Builtin (z. B. in Bash) als auch als eigenständiges Programm (/bin/pwd) implementiert.
⚙️ Syntax
pwd [OPTION]
📌 Optionen
| Option | Beschreibung |
|---|---|
-L | Gibt den logischen Pfad aus (folgt symbolischen Links). |
-P | Gibt den physischen Pfad aus (löst symbolische Links auf). |
--help | Zeigt Hilfeinformationen an (nur bei /bin/pwd). |
📂 Beispiel
$ pwd
/home/made/projekte/made-online
Dies zeigt, dass man sich im Verzeichnis /home/made/projekte/made-online befindet.
Anwendungsszenarien
- Navigation prüfen: Nach mehreren
cd-Befehlen hilftpwd, den Überblick zu behalten. - Skripting: Dynamisches Einfügen des aktuellen Pfads in Skripte:bash
echo "Dieses Skript läuft in: $(pwd)" - Symbolische Links erstellen:bash
ln -s "$(pwd)" ~/verknuepfung
Unterschied zu ls
pwdzeigt wo du bist.lszeigt was im aktuellen Verzeichnis ist.
📎 Technischer Hintergrund
- In Bash wird der aktuelle Pfad auch in der Umgebungsvariable
$PWDgespeichert. pwdliest diesen Wert oder ermittelt ihn über Systemaufrufe wiegetcwd().
📚 Verwandte Befehle
cd– Verzeichnis wechselnls– Inhalte eines Verzeichnisses anzeigenecho $PWD– Aktuelles Verzeichnis über Umgebungsvariable anzeigen
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