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pwd – Linux Befehl

Der Befehl pwd gibt den vollständigen, absoluten Pfad des aktuellen Arbeitsverzeichnisses in der Shell aus. Er ist ein grundlegendes Werkzeug zur Orientierung in der Verzeichnisstruktur eines Unix– oder Linux-Systems.


Syntax

pwd [OPTION]

Optionen

Option Beschreibung
-L Gibt den logischen Pfad aus (folgt symbolischen Links).
-P Gibt den physischen Pfad aus (löst symbolische Links auf).

Ohne Angabe einer Option wird standardmäßig -L verwendet.


Beispiel

$ pwd
/home/benutzername/projekte/webseite

Dies zeigt, dass sich der Benutzer im Verzeichnis webseite innerhalb des Projektordners befindet.


Technischer Hintergrund

  • pwd ist in Bash als Shell-Builtin implementiert, existiert aber auch als eigenständiges Programm (z. B. /bin/pwd).
  • Die Umgebungsvariable $PWD speichert ebenfalls den aktuellen Pfad und wird von pwd -L verwendet.
  • Der physische Pfad (-P) wird durch direkte Abfrage des Dateisystems ermittelt (z. B. über getcwd()).

Anwendungsbeispiele

  • Navigation prüfen: Nach mehreren cd-Befehlen zur Kontrolle des aktuellen Pfads.
  • Skripting: Dynamische Pfadangaben in Shell-Skripten:
    BACKUP_DIR="$(pwd)/backup"
    
  • Symbolische Links vermeiden: Mit pwd -P den echten Pfad ermitteln.

🔗 Verwandte Befehle

  • cd – Verzeichnis wechseln
  • ls – Inhalte eines Verzeichnisses anzeigen
  • echo $PWD – Pfad über Umgebungsvariable anzeigen

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