IMAP ist ein Protokoll zur Verwaltung und Synchronisation von E-Mails auf einem Mailserver. Es ermöglicht Benutzern, ihre E-Mails direkt auf dem Server zu lesen, zu organisieren und zu verwalten, ohne sie vollständig herunterladen zu müssen. Dadurch eignet sich IMAP besonders für die Nutzung auf mehreren Geräten (z. B. Smartphone, Laptop, Tablet).
Funktionen:
- Serverbasierte Verwaltung: E-Mails bleiben auf dem Server gespeichert und werden bei Bedarf angezeigt.
- Synchronisation: Änderungen (z. B. gelesene Nachrichten, Ordnerstruktur) werden auf allen Geräten synchronisiert.
- Ordnerunterstützung: Benutzer können Ordner erstellen, verschieben und verwalten.
- Teilweiser Download: Nur Kopfzeilen oder ausgewählte Teile einer Nachricht können geladen werden, um Bandbreite zu sparen.
- Push-Funktion: Viele IMAP-Server unterstützen „Push“, wodurch neue Nachrichten sofort angezeigt werden.
Typische Anwendungen:
- Moderne E-Mail-Clients (z. B. Outlook, Thunderbird, Apple Mail)
- Mobile E-Mail-Nutzung
- Webmail-Dienste (z. B. Gmail, GMX, Web.de)
Unterschied zu POP3:
Während POP3 E-Mails vom Server herunterlädt und lokal speichert (oft ohne Synchronisation), arbeitet IMAP direkt mit den Nachrichten auf dem Server. IMAP ist daher besser für die Nutzung auf mehreren Geräten geeignet.
Relevanz:
IMAP ist heute der bevorzugte Standard für E-Mail-Zugriff, insbesondere in Umgebungen mit mehreren Endgeräten und bei professioneller E-Mail-Nutzung.
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