🐧 Linux-Befehl ls
Definition: Der Befehl ls steht für „list“ und dient dazu, Dateien und Verzeichnisse in einem bestimmten Pfad aufzulisten. Standardmäßig zeigt ls die Inhalte des aktuellen Verzeichnisses alphabetisch sortiert an.
🔧 Syntax
ls [OPTION] [VERZEICHNIS]
- Wird kein Verzeichnis angegeben, listet
lsden Inhalt des aktuellen Verzeichnisses auf. - Optionen verändern die Darstellung und den Umfang der Ausgabe.
📋 Wichtige Optionen
| Option | Beschreibung |
|---|---|
-a |
Zeigt alle Dateien, auch versteckte (. und ..) |
-A |
Zeigt versteckte Dateien, ohne . und .. |
-l |
Listet Dateien in Langform mit Rechten, Eigentümer, Größe, Datum |
-h |
Menschlich lesbare Größenangaben (z. B. K, M, G) – nur mit -l sinnvoll |
-R |
Rekursive Anzeige – auch Unterverzeichnisse |
-t |
Sortiert nach Änderungszeit |
-i |
Zeigt Inode-Nummern |
-X |
Sortiert nach Dateierweiterung |
-r |
Ausgabe in umgekehrter Reihenfolge |
📦 Beispiele:
ls -l
→ Zeigt Dateien mit Details wie Rechten, Eigentümer, Größe und Änderungsdatum
ls -la
→ Zeigt alle Dateien inkl. versteckter in Langform
ls -lh
→ Wie -l, aber mit lesbaren Größenangaben (z. B. 1.2K, 3.4M)
ls -ld */
→ Zeigt nur die Unterverzeichnisse des aktuellen Ordners
🧠 Besonderheiten
lsist Teil der GNU Coreutils und auf praktisch jedem Linux-System vorinstalliert.- Die Ausgabe kann farblich hervorgehoben sein (abhängig von Terminal-Einstellungen).
- Für komplexere Filterung wird
lsoft mit anderen Tools kombiniert, z. B.grep,find,awk.
Fazit: ls ist ein essenzielles Werkzeug für jeden Linux-Nutzer – ob zur schnellen Übersicht oder zur detaillierten Analyse von Dateistrukturen. Mit seinen zahlreichen Optionen lässt sich die Ausgabe flexibel anpassen und mit anderen Tools kombinieren.
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