Bash Tutorial 11 – “pwd”-Befehl

Der Befehl pwd (kurz für print working directory) gibt den vollständigen, absoluten Pfad des aktuellen Arbeitsverzeichnisses im Terminal aus. Er ist in nahezu allen Unix-ähnlichen Systemen wie Linux und macOS verfügbar und sowohl als Shell-Builtin (z. B. in Bash) als auch als eigenständiges Programm (/bin/pwd) implementiert.


⚙️ Syntax

pwd [OPTION]

📌 Optionen

OptionBeschreibung
-LGibt den logischen Pfad aus (folgt symbolischen Links).
-PGibt den physischen Pfad aus (löst symbolische Links auf).
--helpZeigt Hilfeinformationen an (nur bei /bin/pwd).

📂 Beispiel

$ pwd
/home/made/projekte/made-online

Dies zeigt, dass man sich im Verzeichnis /home/made/projekte/made-online befindet.


Anwendungsszenarien

  • Navigation prüfen: Nach mehreren cd-Befehlen hilft pwd, den Überblick zu behalten.
  • Skripting: Dynamisches Einfügen des aktuellen Pfads in Skripte:bashecho "Dieses Skript läuft in: $(pwd)"
  • Symbolische Links erstellen:bashln -s "$(pwd)" ~/verknuepfung

Unterschied zu ls

  • pwd zeigt wo du bist.
  • ls zeigt was im aktuellen Verzeichnis ist.

📎 Technischer Hintergrund

  • In Bash wird der aktuelle Pfad auch in der Umgebungsvariable $PWD gespeichert.
  • pwd liest diesen Wert oder ermittelt ihn über Systemaufrufe wie getcwd().

📚 Verwandte Befehle

  • cd – Verzeichnis wechseln
  • ls – Inhalte eines Verzeichnisses anzeigen
  • echo $PWD – Aktuelles Verzeichnis über Umgebungsvariable anzeigen

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